
2. ERLÄUTERUNG DER BETRIEBSMODI FANUC AC-SPINDELMOTOREN Serie αi B-65280GE/02
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2.5.4 Erläuterungen zum Betrieb
(i) Wird die Spindelsynchronisation vorgegeben, wenn die beiden
Spindeln mit unterschiedlichen Drehzahlen rotieren (einschließ-
lich des Haltstatus), werden sie auf die Soll-Drehzahl beschleunigt
oder verzögert und gehen anschließend in den Synchronsteue-
rungs-Status über.
(ii) Wird die vorgegebene Synchrondrehzahl nach dem Übergang in
den Synchronsteuerungs-Status geändert, werden die Spindeln
unter Beibehaltung des Synchronsteuerungs-Status mit der über
Parameter eingestellten Zeitkonstante auf die neue Soll-Drehzahl
beschleunigt oder verzögert. Ist die vorgegebene Synchrondreh-
zahl 0 min
-1
, halten die Spindeln synchron an.
(iii) Wird die Spindelsynchronisation mit einer Synchrondrehzahl von
0 min
-1
vorgeben, während sich die Spindeln im Haltstatus be-
finden, führt jede der Spindeln automatisch zwei oder drei Um-
drehungen zur Erkennung des Nullimpuls-Signals des Positions-
gebers (als Vorbereitung der Spindelphasen-Synchronsteuerung)
durch, bevor anschließend der Übergang in den Synchronsteue-
rungs-Status erfolgt.
Wird danach die vorgegebene Synchrondrehzahl geändert, wer-
den die Spindeln unter Beibehaltung des Synchronsteue-
rungs-Status bis zum Erreichen der neuen Solldrehzahl mit der
über Parameter eingestellten Zeitkonstante beschleunigt.
(iv) Wenn ein zu übergebendes Werkstück eine Form aufweist, durch
die bedingt die Ausrichtung eine Rolle spielt, müssen die Spin-
deldrehphasen (die Drehwinkel) der beiden Spindeln gleich sein.
Wenn ein Spindelphasen-Synchronsteuerungs-Befehl eingegeben
wird, während die beiden Spindeln im Synchronsteuerungs-Status
rotieren, wird jede Spindel so gesteuert, dass die über Parameter
eingestellte Phase eingenommen wird (wobei eine kurzzeitige
Drehzahländerung auftritt). Anschließend gehen die Spindeln
wieder in den Synchronsteuerungs-Status über.
Sichergestellt werden kann die Phasenübereinstimmung durch
Anpassung der Referenzpunkte der beiden Spindeln durch eine im
Voraus erfolgende Parametereinstellung.
(v) Wenn die beiden Spindeln bei einer vorgegebenen Synchron-
drehzahl von 0 min
-1
in den Synchronsteuerungs-Status übergehen
und danach ein Phasensynchronisationsbefehl eingegeben wird,
führen die Spindeln zum Einnehmen der über Parameter einge-
stellten Phase Drehungen aus und halten anschließend an. Dieser
Vorgang läuft so ab, als würde bei angehaltenen Spindeln eine
Spindelpositionierung (Spindelorientierung) vorgenommen. Das
Ergebnis hiervon ist die Übereinstimmung der Referenzpunkte
beider Spindeln (Phasensynchronisation).
Wird die vorgegebene Synchrondrehzahl geändert, nachdem die
beiden Spindeln ein Werkstück aufgenommen haben, durch des-
sen Form bedingt die Ausrichtung eine Rolle spielt, werden die
beiden Spindeln unter Beibehaltung des Synchronsteue-
rungs-Status mit der über Parameter eingestellten Zeitkonstante
auf die neue Soll-Drehzahl beschleunigt.