
B-65280GE/02 FANUC AC-SPINDELMOTOREN Serie αi 5. FUNKTIONSBESCHREIBUNGEN
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5.5.2 Spezifikationen
Synchronorientierung
Unter Spindel-Synchronsteuerung kann die Eingabe des Synchronorien-
tierungs-Befehls (SPPHS-Anstiegsflanke bei SORENA = 1) die Spindel-
orientierung beenden, wobei die beiden Spindeln unter Synchronisation
verbleiben.
Eine bereits aktivierte glockenförmige Beschl./Verz. bleibt während der
Synchronorientierung aktiviert.
Wenn Sie Parameter oder Sequenzen geändert haben, trennen Sie aus Si-
cherheitsgründen die Spindeln zunächst, setzen Sie anschließend die Ma-
schine in Betrieb und prüfen Sie sorgfältig die Richtungen, in denen die
Spindeln drehen, die Positionen, an denen sie anhalten, und ob ein Syn-
chronisationsfehler auftritt.
Referenzpunkt- (Phasen-) -Einstellung
Vor dem Ausgeben eines Synchronorientierungs-Befehls ist es erforder-
lich eine Referenzpunkt- (Phasen-) -Einstellung der beiden Spindeln vor-
zunehmen.
Üblicherweise stellen Sie den Referenzpunkt der einzelnen Spindel mit-
hilfe der Spindelphasen-Synchronsteuerung ein.
Erfolgt die Spindelphasen-Synchronsteuerung mit dem Synchrondreh-
zahlbefehl = "0", hält die Spindel an folgender Position an:
[Position des Nullimpuls-Signals] + [Verschiebebetrag unter Spin-
del-Synchronsteuerung (Parameter Nr. 4034)]
Diese Position dient als Referenzpunkt (Haltepunkt, an dem SHA11 bis
SHA00 sämtlich gleich 0 sind) für den Synchronorientierungs-Haltepunkt.
Vergewissern Sie sich vor dem Eingeben des Spindelpha-
sen-Synchronsteuerungs-Befehls (SPPHS), dass beide Spindeln mit der
Synchrondrehzahl rotieren und synchronisiert bleiben (FSPSY = 1). Wird
der Synchronsteuerungs-Befehl ausgegeben, bevor die Spindeln mit der
Synchrondrehzahl zu drehen beginnen, geraten sie außer Phase.
Trennen Sie außerdem vor dem Eingeben des Phasensynchronisati-
ons-Befehls beide Spindeln.
Synchronorientierungs-Haltepunkt
SHA11 bis SHA00 dienen zum Festlegen des Spindelhaltepunktes für die
Synchronorientierung. Geben Sie den gewünschten Verschiebebetrag re-
lativ zum oben erläuterten Referenzpunkt vor.
Stellen Sie sicher, dass Sie für beide Spindeln denselben Referenzpunkt
vorgegeben haben. Wenn dies nicht der Fall ist, ist eine Spindelsynchro-
nisation nicht möglich.
Legen Sie außerdem mithilfe von ROTAA die Richtung fest, in der die
einzelne Spindel während der Synchronorientierung rotiert. Die Richtung,
in der die einzelne Spindel rotieren muss um synchron zur anderen Spindel
zu bleiben, ist je nach Maschinenkonfiguration unterschiedlich. Stellen Sie
sicher, dass Sie die richtige, der Maschinensituation entsprechende Rich-
tung vorgeben, mit der die Spindeln in Synchronisation bleiben können.
Wenn dies nicht der Fall ist, ist eine Spindelsynchronisation nicht möglich.
Die Signale müssen den angegebenen Status beibehalten, bis die Syn-
chronorientierung abgeschlossen ist.